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Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr…



Das Jahr neigt sich dem Ende und die so genannte „besinnliche Zeit“ hat begonnen. In diesem Jahr wohl im wahrsten Sinne des Wortes. Etwas anderes als „besinnlich“ zu Hause zu verbringen, bleibt uns allen ja nicht übrig. COVID, Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperre… all das gehört zu diesem verrückten und außergewöhnlichen Jahr, das dennoch wieder einmal so schnell vorüber ging.


Ehe man sich also versieht, sitzt man(n) plötzlich kurz vor Weihnachten am PC weil „Frauchen“ mit Nachdruck den Auftrag erteilt hat, einen „Weihnachtstext“ für die Homepage zu schreiben. Auftragsbeschreibung: „so über das Jahr eben, du machst das schon… wie immer“. Gut, was fällt mir „so über das Jahr eben“ ein? Wenn man das Jahr Revue passieren lässt, fallen mir zunächst die vielen Dinge ein die wir vorhatten, die aber leider ins Wasser gefallen sind: abgesagte Konzerte, Theaterveranstaltungen, stornierte Urlaube und verfallene Operntickets (erwähne ich hier nur, um mehr Kulturinteresse vorzutäuschen 😀 ). Statt dessen Home Office am Stück seit nunmehr gut 10 Monaten… das mehrfache Nachrechnen, ob die Kontaktbeschränkungen an Heilig Abend eingehalten sind und das erste Silvester alleine zu Hause.


Aber ich schweife zu sehr ab. Schließlich ist dies unser Internetauftritt für die Zucht und unsere Hunde. Also zurück zu unseren „Mäusen“. Was fällt mir hier ein? Zunächst die Anschaffung des zweiten Gefrierschranks… ja richtig, unsere Hunde haben einen eigenen Gefrierschrank und manchmal auch die Hälfte von unserem. Danach die Ausräumung der „halben Küche“ um Platz für die ganzen Näpfe, Spielsachen, Leckerlies, Kauartikel und ähnliches zu schaffen. Der „Medizinschrank“ enthält jetzt auch nur noch 3 Aspirin und gefühlte 15 „Hundemittel“. Der Wohnzimmertisch ist „entsorgt“ damit alle Hunde und Frauchen mehr Platz auf der Couch und den angeschafften Beistellhockern haben. Herrchen liegt sowieso am liebsten im Hundekörbchen neben der Couch. Und abschließend: die Anschaffung eines „Mini Vans“, um alle Hunde mit genug Platz und vor allem sicher zur Gassi Runde fahren zu können.

Aber bis hierher klingt es erst mal so negativ. Dabei ist das gar nicht meine Absicht… Tatsächlich überwiegen die positiven und schönen Momente im Jahr.


Ruby ist im März zu unserem Rudel dazu gestoßen. Zunächst ein kleiner Duracell Hase, der vor Energie überschäumte und ständig für Action sorgte. Aber ich genoss bzw. genieße weiterhin jeden Abend, wenn die kleine Maus langsam etwas müde auf ihre „Kuschelrunde“ besteht. Wir liegen zusammen in dem super bequemen riesigen Körbchen neben der Couch und kuscheln. Glückselig schnorchelt sie vor sich hin, während ich sie kraulen darf und merke, wie der Stress der Arbeit sich löst und die Entspannung einsetzt. Tatsächlich bin ich dabei auch schon mit ihr eingeschlafen und nachts um 3 Uhr überrascht aufgewacht. Sie ist - mittlerweile 1 Jahr alt - eine richtige kleine Labrador-Dame geworden und ihre „Hektik“ hat sich auch schon deutlich gelegt. Pünktlich zu ihrem Geburtstag hat es auch das erste Mal geschneit bei uns. Es war so schön und spannend anzusehen, wie sie den Schnee zuerst skeptisch und etwas vorsichtig begutachtete, nur um kurze Zeit später mit den anderen Mädels begeistert darin durch den Garten zu tollen. Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf das nächste Jahr mit ihr, in dem auch ihr Wesenstest ansteht.

Maple, unsere „Chefin“ hatte ein persönlich aufregendes Jahr hinter sich. Als zunächst Ruby zu uns kam und dann auch noch unser erster Wurf, wusste sie nicht so richtig, ob sie davon begeistert sein sollte. Viel unserer Aufmerksamkeit und Zuwendung musste jetzt „aufgeteilt“ werden und auch wenn sie ganz sicher nicht zu kurz kam, war es eine ungewohnte Situation für sie. Dabei ist und bleibt sie für mich immer ein bischen mein „Baby“. Zu intensiv und schön sind die Erinnerungen an „meinen“ ersten Welpen. Die Welpenzeit und das Heranwachsen begleitet haben zu dürfen, schafft schon eine ganz besondere Verbindung. Jeden Tag erfreut sie mich mit ihren „Eigenheiten“: die hektische Suche nach einem Handtuch, einem Schuh oder zur Not etwas anderem, was man ins Maul nehmen kann um Herrchen oder Frauchen beim nach Hause kommen Schwanz wedelnd zu begrüßen und dabei die „Beute“ Stolz zu präsentieren… das laute zufriedene Schnorcheln, wenn sie nach dem ersten Gassi und futtern morgens es doch wieder zu mir ins Bett geschafft hat und sich eng an mich kuschelt… Ihr zufriedener und begeisterter Blick wenn sie nach der Gassi Runde vor der Haustür sitzt, nachdem sie im Wald wieder erfolgreich jeden Tümpel und jede größere Wasserpfütze „inspiziert“ hat und vom gelben Labbi entsprechend optisch fast zum „Brownie“ geworden ist. Ok, der Blick wendet sich dann häufig, wenn sie erahnt, dass es jetzt wohl gleich unter die Dusche geht ;-) Sie ist einfach ein wunderbarer Hund, den man einfach nur lieben kann…


Last but not least kommen wir zu Willow. Sie war natürlich ein bischen der “Star” dieses Jahr. Schließlich haben wir uns im Frühjahr dazu entschieden, trotz der etwas widrigen Umstände, unsere Zucht mit ihrem ersten Wurf zu beginnen. Es war aufregend und spannend die ganze Entwicklung das erste Mal selbst als Züchter begleiten zu dürfen. Unzählige Literatur wurde gewälzt, mit erfahrenen Züchtern gesprochen und eben versucht, sich so gut wie möglich auf die Geburt und die ersten Wochen vorzubereiten. Auch wenn es sicher bereits in den meisten Beiträgen auf unserer Homepage dieses Jahr steht, kann gar nicht genug betont werden, wie toll Willow die Geburt und die Aufzucht bis zur Abgabe unserer süßen vier Welpen gemeistert hat. Danach ist auch wieder etwas Ruhe zu Hause eingekehrt. Willow genießt sichtlich wieder das „Single-Dasein“ und dass sie endlich wieder rennen und springen und ihrer großen Leidenschaft, dem Apportieren, nachgehen kann. Wir hoffen, dass nächstes Jahr wieder mehr „professionelles Training“ möglich sein wird und wir vielleicht auch die wegen COVID abgesagte Dummy Prüfung mit ihr nachholen können.

Kurz möchte ich an dieser Stelle natürlich auch noch zu „unseren“ ersten Welpen kommen. Es war eine sehr schöne Zeit mit den vier Rackern, auch wenn es teilweise sehr anstrengend war. Aber es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr einem die Kleinen in wenigen Wochen ans Herz wachsen. Bei der Abgabe war dann tatsächlich Frauchen doch deutlich „souveräner“ und Herrchen musste schon das ein oder andere Mal ein paar kleine…. äh…. „Schweißperlen“ aus den Augen wischen ;-) Umso mehr freut es uns, dass wir regelmäßig viele Bilder oder Videos von Quito, Lotte, Brody und Louie bekommen und dass alle in einem guten zu Hause sind und schön heranwachsen. Vielen Dank noch einmal an dieser Stelle dafür an die „neuen Familien“, das freut uns sehr!


Kommen wir zum Schluss… zusammengefasst war es im Rahmen der Umstände ein sehr ungewöhnliches Jahr. Vieles im normalen Alltag war nicht möglich und sicher ist es vielen schwer gefallen so viel Zeit zu Hause verbringen zu müssen, gerade wenn auch Kinder im Haus sind und Schulen oder Kindergärten geschlossen waren. Umso mehr wird wahrscheinlich jeder Hundebesitzer zustimmen wenn ich sage, dass unsere lieb gewonnen Vierbeiner es einem viel leichter und erträglicher machen solche Zeiten zu überstehen. Die täglichen Gassi Runden an der frischen Luft im Wald, die Zuwendung, die man zu Hause erhält, sei es beim Kuscheln auf der Couch oder beim Spielen im Garten. Hunde bringen doch sehr viel Freude, Abwechslung und Spaß in den momentanen Alltag. Dafür natürlich auch vielen Dank an unsere Mädels, die uns so treu und liebevoll zur Seite stehen. In diesem Sinne wünschen wir euch allen ein schönes Weihnachtsfest, erholsame und friedliche Feiertage und dass ihr gesund ins neue Jahr kommt.


Daniel Distler

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